# Anteil der Personen islamischer Religion an der Wohnbevölkerung

A map of a former edition of the Atlas of Switzerland, the national atlas published by ETH Zurich. It opens only in the desktop atlas (version 4) for Windows and macOS, not in the web atlas; see the links below.

- Map: https://atlasderschweiz.ch/de/thema/anteil-der-personen-islamischer-religion-an-der-wohnbevoelkerung/
- Short title: Islamische Religion
- Map id: 599
- Categories: Gesellschaft und Kultur › Religion › Nicht-Christlich
- Keywords: Religion
- Published: 2019-04-29
- Last revised: 2021-06-25
- Content language: German
- Other languages: [Français](https://atlasderschweiz.ch/fr/theme/part-de-la-population-residante-de-religion-islamique.md), [Italiano](https://atlasderschweiz.ch/it/tema/quota-di-persone-di-religione-islamica.md), [English](https://atlasderschweiz.ch/en/theme/persons-of-islamic-religion-as-a-percentage-of-the-resident-population.md)

## Description

Die Religionszugehörigkeit hat sich in der Schweiz in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Das Christentum hat auf Kosten kleinerer Religionsgemeinschaften und insbesondere der Religionslosigkeit an Mitglieder verloren (1970: 97.5% und 2016: 66.9%). Der Anteil der religionslosen Wohnbevölkerung hat indes von 1.2% im Jahr 1970 auf 24.9% im Jahr 2016 zugenommen. Vornehmlich aufgrund von Einwanderung ist der Anteil der Muslime in dieser Zeit ebenfalls beträchtlich gewachsen (1970: 0.2% und 2016: 5.2%). Hingegen blieb der Anteil der jüdischen Glaubensgemeinschaften über diese Jahrzehnte beinahe konstant (1970: 0.4% und 2016: 0.3%).

*Judentum*
Die erste jüdische Gemeinde liess sich im 13. Jahrhundert in der Schweiz nieder. Jüdische Glaubensangehörige erlebten immer wieder schwierige Zeiten: Im Mittelalter kam es u.a. aufgrund der Pest zu Anschuldigungen und Verfolgungen, die nicht selten in Hinrichtungen endeten. Ferner mussten Juden höhere Steuern zahlen und wurden aus Städten verwiesen. Die rechtliche Gleichstellung mit den übrigen Bürgern konnte erst im späten 19. Jahrhundert erlangt werden. Vor und während des Zweiten Weltkriegs nahm die Schweiz 23’000 jüdische Flüchtlinge auf. Jedoch wurden an der Grenze auch über 30’000 Jüdinnen und Juden abgewiesen. Heute zählt die jüdische Gemeinde in der Schweiz circa 18’000 Angehörige in 24 Religionsgemeinden. Die grössten Gemeinden finden sich in den Städten Zürich, Genf und Basel. In einigen Kantonen (BS, BE, FR und SG) sind jüdische Gemeinden den Landeskirchen gleichgestellt.

*Islam*
Mit der Einwanderung jugoslawischer und türkischer Gastarbeiter sowie dem Zustrom von Asylsuchenden hat die Zahl der in der Schweiz lebenden Muslime in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Der Islam ist aufgrund der unterschiedlichen Herkunft und Kultur sehr vielfältig organisiert. Heute leben in der Schweiz rund 450’000 Musliminnen und Muslime. Damit ist der Islam nach dem Christentum die zweitgrösste Religionsgemeinschaft in der Schweiz.

*Hinduismus*
Mit der Eröffnung einer Yoga-Schule in Zürich im Jahr 1948 kamen die ersten hinduistischen Impulse in die Schweiz. In den nachfolgenden Jahrzehnten besuchten vermehrt spirituelle Gurus die Schweiz und verbreiteten das hinduistische Gedankengut. Als 1983 in Sri Lanka ein Bürgerkrieg entfachte, flüchteten viele Tamilen in die Schweiz. Heute leben hierzulande um die 50’000 Hindus, und es gibt über 20 tamilische Hindu Tempel. Somit zählt der Hinduismus zur drittgrössten Religionsgemeinschaft der Schweiz.

*Buddhismus*
Die ersten buddhistischen Institutionen wurden vor etwa 100 Jahre durch mehrheitlich Intellektuelle und Schriftsteller initiiert. Doch erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte der Buddhismus einen Aufschwung. Nach der erzwungenen Integration von Tibet in die Volksrepublik China erbauten in der Schweiz aufgenommene Flüchtlinge in Rikon ZH ein erstes Zentrum. Seither ist die Anzahl an Klöstern, Zentren und Meditationsgruppen stetig gewachsen. Nach wie vor ist der Buddhismus durch Einwanderer geprägt, die unterschiedlichen Traditionen folgen. Heute leben ungefähr 37’000 Buddhistinnen und Buddhisten in der Schweiz.

*Religionslosigkeit*
Die Zahl der Leute, welche keiner Glaubensgemeinschaft angehören, ist in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen. Mit der 1.75 Mio. Einwohner (2016) sind die Religionslosen heute fast so zahlreich wie die Evangelisch-Reformierten. Die meisten von ihnen wohnen im Kanton Basel-Stadt, wo sie mit 45% fast die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Zwei weitere Städte rangieren auf den nächsten Plätzen: Neuenburg (42%) und Genf (37%).

## Sources

- FSO (2019): [Religionen](https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/sprachen-religionen/religionen.html)
- Leimgruber (2017): Weder Diskriminierung noch Opferrolle. In: Dossier Islam in der Schweiz
- Wikipedia contributors (2019): [History of the Jews in Switzerland](https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_the_Jews_in_Switzerland). In: Wikipedia
- Hein: [Switzerland Virtual Jewish History Tour](https://www.jewishvirtuallibrary.org/switzerland-virtual-jewish-history-tour)
- Hari Om Tat Sat (2017): [Hinduismus in der Schweiz](http://www.hindus.ch/hinduisminswitzerland.html)
- SRF (2018): [WG der Religionen](https://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-religion/wg-der-religionen)
- Weibel (2007): Organisation Kirche Schweiz. The Encyclopedia of Christianity

## Data sources

- APAV: [Inventari APAV. Mappa Interrativa](http://apav.ch/quicklinks/APAV/index.html). Associazione per la protezione del Patrimonio Artistico e Architettonico di Valmaggia
- Atlas of Switzerland: [Administrative Einheiten 1:500.000 (Gemeinden, Bezirke, Kantone)](http://www.atlasderschweiz.ch/)
- Batz (2003): Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden. Chur: Casanova
- BFS/OFS/UST/FSO (2016): [Amtliches Gemeindeverzeichnis der Schweiz](http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/infothek/nomenklaturen/blank/blank/gem_liste/03.html). Neuchâtel: BFS
- Bistum Basel: [Bistumsregionen des Bistums Basel](http://www.bistum-basel.ch/de/Navigation1/uber-uns/Struktur/Bistumsregionen.html)
- CIC (2016): [D’église en ashram. Cartographie de la diversité religieuse à Genève](http://info-religions-geneve.ch/). Centre d’information sur les croyances
- Dictionnaire du Jura (2011): [Chapelles, oratoires et grottes](https://diju.ch/f/notices/detail/4633)
- Diocese in Europe: [Archdeaconry: Switzerland](https://europe.anglican.org/where-we-are/church-locations/switzerland)
- Eglise catholique romaine Neuchâtel: [L’Eglise catholique dans le canton de Neuchâtel](https://www.cath-ne.ch/trouver-une-glise)
- ETG: [Gemeindeübersicht](https://www.etg.church/gemeindeuebersicht.html). Bund der Evangelischen Täufergemeinden
- FSO: Wohnbevölkerung am wirtschaftlichen Wohnsitz nach Region und Religion. 1970-2000
- Hemmer SA: [theodia.org](https://theodia.org/). Offices religieux catholiques
- ITDV: [Dernekler](http://diyanet.ch/dernekler/). Türkisch Islamische Stiftung
- KOVOSS’CORISS: [Gemeinschaften](https://www.kath.ch/orden/index.php?&na=2,0,0,0,d). Konferenz der Vereinigungen der Orden und Säkularinstitute der Schweiz
- Landesverwaltung Fürstentum Liechtenstein (2000): [Volkszählungen 1970-2000](https://www.llv.li/inhalt/115425/amtsstellen/volkszahlung)
- Obwalden Tourismus (2014): [Kirchen, Kapellen, Klöster](http://www.obwalden-tourismus.ch/entdecken/mystik-einkehr/kirchen-kapellen-und-kloester/)
- OpenStreetMap Foundation (2019): [OpenStreetMap](http://www.openstreetmap.org/)
- Orthodoxie.ch: [Carte des paroisses](https://orthodoxie.ch/p/carte/). Paroisses orthodoxes en Suisse
- Römisch-kahtolische Kantonalkirche Schwyz (2019): [Pfarreien im Kanton Schwyz](https://sz.kath.ch/index.php?na=3,2,0,0,d)
- Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau (2014): [Aargauer Kapellen](http://www.aargauerkapellen.ch)
- Stiftung forum (ed.): [96 Pfarreien – 1 Pfarrblatt](https://forum-pfarrblatt.ch/meta/pfarreiseiten/?gemeinde=8304). forum – Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zürich
- swisstopo [J160089] (2010): [Gemeindegrenzen GG25](https://shop.swisstopo.admin.ch/de/products/landscape/boundaries3D)
- swisstopo [J160089] (2010): [VECTOR25](https://shop.swisstopo.admin.ch/de/products/landscape/vector25)
- swisstopo [J160089] (2010): [Landeskarte 1:500.000](https://shop.swisstopo.admin.ch/de/products/maps/national/lk500)
- Ufficio dei beni culturali: [Inventario dei beni culturali (IBC)](https://www4.ti.ch/dt/dstm/sst/ubc/temi/inventario-dei-beni-culturali/consultazione/consultazione/)
- Universität Luzern: [Religionsvielfalt im Kanton Luzern](https://www.unilu.ch/fakultaeten/ksf/institute/religionswissenschaftliches-seminar/religionsvielfalt-im-kanton-luzern/#existent:1)
- Wikipedia contributors (2018): [Judentum in der Schweiz](https://de.wikipedia.org/wiki/Judentum_in_der_Schweiz). In: Wikipedia
- Wikipedia contributors (2018): [Liste von Moscheen in der Schweiz](https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Moscheen_in_der_Schweiz). In: Wikipedia

## Data owners

- [Bundesamt für Landestopografie (swisstopo)](http://www.swisstopo.admin.ch/)
- [Atlas der Schweiz (AdS)](http://www.atlasderschweiz.ch/)
- [Bundesamt für Statistik (BFS)](https://www.bfs.admin.ch/)
- [Landesverwaltung Fürstentum Liechtenstein (LLV)](https://www.llv.li/)

## Citation

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> Atlas der Schweiz (2021): Anteil der Personen islamischer Religion an der Wohnbevölkerung. ETH Zürich. Kartendaten © swisstopo, AdS, BFS, LLV. https://atlasderschweiz.ch/de/thema/anteil-der-personen-islamischer-religion-an-der-wohnbevoelkerung/

## Links

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