# Helvetische Revolution und Franzoseninvasion 1798

A map of a former edition of the Atlas of Switzerland, the national atlas published by ETH Zurich. It opens only in the desktop atlas (version 4) for Windows and macOS, not in the web atlas; see the links below.

- Map: https://atlasderschweiz.ch/de/thema/helvetische-revolution-und-franzoseninvasion-1798/
- Short title: Helvetische Revolution
- Map id: 504
- Categories: Geschichte und Zukunft › Helvetische Revolution
- Published: 2020-06-09
- Last revised: 2023-12-04
- Content language: German
- Other languages: [Français](https://atlasderschweiz.ch/fr/theme/revolution-helvetique-et-invasion-des-troupes-francais-1798.md), [Italiano](https://atlasderschweiz.ch/it/tema/rivoluzione-elvetica-e-invasione-delle-truppi-francesi-1798.md), [English](https://atlasderschweiz.ch/en/theme/helvetic-revolution-and-invasion-of-the-french-troups-1798.md)

## Description

Ab 1797 verfolgte Frankreich gegenüber der Eidgenossenschaft drei vorerst nur schwer erkennbare machtpolitische Ziele: erstens den Zugang nach Norditalien über die Alpenpässe, zweitens die Alimentierung seiner Kriegskassen und drittens die Nutzung des schweizerischen Wehrpotentials für eigene Kriegszwecke. Wegen des angespannten sozialpolitischen Klimas konnte die Schweiz sich weder mit Frankreich arrangieren noch den Widerstand organisieren.

Napoleon Bonapartes mittelfristiger Plan war es, in der Alten Eidgenossenschaft eine Revolution anzuzetteln und Reformkräfte zu unterstützen. Dabei machte er sich auch den fortschreitenden Unmut in der Bevölkerung zwischen Stadt und Land zunutze.

Als einer der ersten Schritte hin zum Umsturz der Alten Eidgenossenschaft erzwang Frankreich 1797 die Abspaltung der Bündner Untertanengebiete und deren Anschluss an die Cisalpinische Republik.

Ereignisse

Ende 1797 besetzten französische Truppen den südlichen, in die eidgenössische Neutralität eingeschlossenen Teil des Fürstbistums Basel ; der nördliche Teil war bereits seit 1792 annektiert.

Die Revolutionären Kräfte der Schweiz erklärten Anfang 1798 zusammen mit den Franzosen der Alten Eidgenossenschaft den Krieg. Nach dem Ausbruch der Helvetischen Revolution in der Waadt und aufgrund eines Hilfegesuches der am 24. Januar 1798 proklamierten Lemanischen Republik marschierten die Franzosen ein. Die Berner Truppen zogen sich kampflos in die Gegend von Murten und Freiburg zurück. Berns Weigerung, die sogenannte Reform- oder Friedenspartei an die Macht zu lassen, bildete den Vorwand für den französischen Hauptangriff.

Die Kämpfe begannen am 1. März 1798; tags darauf kam es zu Gefechten bei Lengnau (BE), Grenchen und im Ruhsel-Wald zwischen Alfermée und Twann, die mit der Kapitulation von Solothurn endeten. Am 4. März dankte die Berner Regierung ab. Dennoch versuchten die Berner Truppen, den französischen Vorstoss zu stoppen; auf der Nordachse unterlagen sie bei Fraubrunnen und entscheidend beim Grauholz (5. März). Nicht mehr kriegsentscheidend war der französische Vorstoss aus dem Süden, der mit der Einnahme von Murten und Freiburg (2. März) begonnen hatte und durch die Berner bei Neuenegg (5. März) gestoppt wurde. Noch am selben Tag kapitulierte die Stadt Bern offiziell. Als Zeichen ihres Triumphs plünderten die Franzosen die Berner Staatskasse und führten eine Kriegssteuer ein. Zugleich fand ein grundlegender Umbau der politischen und wirtschaftlichen Strukturen statt.

Nachdem am 12. April 1798 in Aarau die Helvetische Republik ausgerufen worden war, beschlossen Uri, Schwyz, Nidwalden, Glarus und Zug, ihre Eigenstaatlichkeit (und ihre Untertanengebiete) mit Waffengewalt zu verteidigen. Am 21. April 1798 starteten die Eidgenössischen Soldaten die Gegenoffensive. Von drei Seiten griffen die eidgenössischen Truppen die Reformkräfte und die Besatzungsmacht Frankreich an. Dabei gelang es den Eidgenossen anfänglich zwar Obwalden, Rapperswil und die Stadt Luzern zurück zu erobern. Als sie gegen Aarau, Zürich und Bern zogen, rief die neue Regierung die in der Schweiz stationierten französischen Truppen zu Hilfe. Vom besetzten Zürich aus führten die Franzosen einen Gegenstoss über Zug, Luzern und den Sattel Richtung Schwyz; Zug und Luzern ergaben sich. Nach der Einnahme von Rapperswil und Gefechten bei Wollerau am 30. April kapitulierten auch die mit Schwyz verbündeten Glarner. Die Schwyzer mussten nach einem Gefecht bei Schindellegi (1. Mai) zurückweichen. Zwar siegten sie noch am 2. Mai bei Rothenthurm und Morgarten, doch die Lage war angesichts hoher Verluste hoffnungslos. Am 4. Mai 1798 gab die Schwyzer Landsgemeinde den Kampf auf und kapitulierte.

Eine letzte Episode des Franzoseneinfalls war der anfänglich erfolgreiche Aufstand der Oberwalliser, der jedoch schon im Mai 1798 zusammenbrach.

## Sources

- Martin Illi (9AD): [Franzoseneinfall](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008915/2009-12-17/). In: Historisches Lexikon der Schweiz

## Data sources

- Marco Zanoli (2006): [Helvetische Revolution und Franzoseneinfall](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helvetische_Revolution.png)
- Marco Zanoli (2006): [Die Helvetische Republik 1798](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karte_Helvetik_3.png)
- Marco Zanoli (2016): [Die Helvetische Republik 1802](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karte_Helvetik_4.png)
- Martin Illi (9AD): [Franzoseneinfall](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008915/2009-12-17/). In: Historisches Lexikon der Schweiz
- Zanoli, Marco (2008): [Die territoriale Entwicklung der Eidgenossenschaft 1291-1797](https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Territoriale-Entwicklung-CH.png)

## Data owners

- Marco Zanoli
- [Bundesamt für Landestopografie (swisstopo)](http://www.swisstopo.admin.ch/)

## Citation

The terms of use ask to name the Atlas of Switzerland and the data owners, and to keep the source references in exports, screenshots and embeds. Cite the map as:

> Atlas der Schweiz (2023): Helvetische Revolution und Franzoseninvasion 1798. ETH Zürich. Kartendaten © Marco Zanoli, swisstopo. https://atlasderschweiz.ch/de/thema/helvetische-revolution-und-franzoseninvasion-1798/

## Links

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