Agglomerationen: Bevölkerungsdichte (1930-2000)
Kategorien: Landschaft und Raum › Raumentwicklung › Analyseregionen
Die Grossagglomerationen verschmelzen mit ihren Nachbaragglomerationen und bilden die fünf so genannten Metropolitanregionen Zürich, Bern, Genf-Lausanne, Basel und Lugano. Die Metropolitanregionen halten sich weder an Kantons- noch an Landesgrenzen. Die Erkenntnisse basieren auf der Volkszählung 2000.
Die Region Genf-Lausanne weitete sich vor allem auf Gebiete jenseits der französischen Grenze aus. Der Ballungsraum Basel reicht bis ins Elsass und nach Südbaden, Lugano nach Norditalien. Zur Metropolitanregion gehört das süddeutsche Hohentengen. Die Grossagglomeration Bern umfasst neu die Agglomerationen Thun, Biel, Freiburg und Lyss.
Die grösste Metropolitanregion ist Zürich. Zu ihr zählen die Statistiker neben der eigentlichen Agglomeration Zürich elf weitere Agglomerationen, von Schaffhausen bis Zug und von Baden-Brugg bis Rapperswil-Jona-Rüti. Insgesamt sind dies 221 Gemeinden mit insgesamt knapp 1,7 Millionen Einwohnern.
Auch von den Agglomerationen im engeren Sinn ist Zürich mit 1,1 Millionen Einwohnern die grösste, gefolgt von Basel mit 480'000 und Genf mit 470'000 Einwohnern. Zählt man die Gebiete jenseits der Schweizer Grenze mit dazu, erhöhen sich die Einwohnerzahlen auf 690'000 in der Region Basel und 640'000 in Genf.
Definition Agglomerationen
Die Agglomeration umschreibt die Ausdehnung der städtischen Gebiete, also die Zusammenfassung von Kernstädten und der mit ihnen verflochtenen Umlandgemeinden. Dadurch wird ein räumlicher Vergleich zwischen institutionell sehr ungleich abgegrenzten Stadtgebieten ermöglicht.
Die Agglomerationen werden nach einheitlichen statistischen Kriterien definiert.
Zu diesen Kriterien gehören die Einwohnerzahl und die Bevölkerungsentwicklung, der bauliche Zusammenhang, das Verhältnis der Erwerbstätigen zur Wohnbevölkerung, die Wirtschaftsstruktur und die Verflechtung mit der Kernzone durch Pendler. Die Zuteilung der Gemeinden zu den Agglomerationen wurde auf Grund der Resultate der Volkszählung 2000 vorgenommen.
Als städtische Gebiete gelten Agglomerationen und isolierte Städte (d.h. Gemeinden, die keiner Agglomeration angehören, zum Zeitpunkt der Volkszählung 2000 aber mindestens 10'000 Einwohner aufwiesen). Die ländlichen Gebiete umfassen alle Gemeinden, die weder zu einer Agglomeration gehören noch isolierte Städte sind.
Textquellen
- Martin Schuler, Pierre Dessemonet, Dominique Joye (2005): Die Raumgliederungen der Schweiz. Neuchâtel: Bundesamt für Statistik. Statistik der Schweiz
Datenquellen
- Atlas of Switzerland: Administrative Einheiten 1:500.000 (Gemeinden, Bezirke, Kantone)
- Martin Schuler, Pierre Dessemonet, Dominique Joye (2005): Die Raumgliederungen der Schweiz. Neuchâtel: Bundesamt für Statistik. Statistik der Schweiz
- swisstopo [J160089] (2010): Gemeindegrenzen GG25
- swisstopo [J160089] (2010): Landeskarte 1:500.000
Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo), Atlas der Schweiz (AdS), Bundesamt für Statistik (BFS)
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