Wie bereits in den Vorjahren nahmen die Rindviehbestände 2019 weiter ab (-1.2%). Besonders ausgeprägt war dieser Trend bei den Milchkühen (554’600 Tiere, -1.7%). Seit 1999 sind die Milchkuhbestände um 19% gesunken, die Zahl der Zuchtbetriebe hat sich ebenfalls verringert (-47%). Beflügelt vom Erfolg der Bioproduktion gewann die Rindfleischproduktion analog zu den Vorjahren an Bedeutung: Die Zahl der Mutterkühe nahm um 2.2% zu. Ihre Bestände haben sich innerhalb von 20 Jahren verdreifacht (1999: 41’200; 2019: 128’300). Im Bereich der Schweinefleischproduktion gingen sowohl die Anzahl Produzenten (5’800; -5.7%) als auch die Tierbestände (-4.1%) zurück. Die Geflügelzucht verzeichnete 2019 insgesamt einen Aufschwung (+2.5%). Aufgrund der steigenden Nachfrage nahm der Bestand der Legehühner gegenüber 2018 um 5.3% zu. 18% davon werden unter einem Biolabel gezüchtet. Die Zahl der Mastpoulets blieb dagegen im Vorjahresvergleich stabil. Auch die Schaf- und Ziegenbestände blieben 2019 praktisch unverändert. Letztere werden hauptsächlich in den Kantonen Bern, Graubünden, Wallis und St. Gallen gehalten. Drei Viertel der Milchschafbestände werden nach den Regeln der Biolandwirtschaft gezüchtet.
Definition Landwirtschaftsbetrieb
1 Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche oder 30 Aren Spezialkulturen oder 10 Aren in geschütztem Anbau oder 8 Mutterschweine oder 80 Mastschweine oder 80 Mastschweinplätze oder 300 Stück Geflügel.