Arbeitsmarktgrossregionen

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Mit Arbeitsmarktregion werden Regionen bezeichnet, in denen die Mehrheit der Erwerbstätigen lebt und arbeitet: Die meisten Erwerbstätigen verlassen diese Region nicht, um sich zum Arbeitsplatz zu begeben. Die Arbeitsmarktregionen decken das gesamte Landesgebiet ab. Im Gegensatz zu den Agglomerationen sind sie nicht zwingend an ein grosses städtisches Zentrum gebunden.

101 Arbeitsmarktregionen
Die Schweiz wurde 2018 neu in 101 Arbeitsmarktregionen unterteilt. Die Abgrenzung dieser Lebens- und Arbeitsräume basiert auf den Bewegungen der Erwerbstätigen zwischen dem Wohn- und dem Arbeitsort. Die neue statistische Definition dient als Grundlage für regionale oder räumliche Analysen. Zudem liefert sie wichtige Erkenntnisse über die mikroregionalen Gegebenheiten. Aus dieser Methode resultierten zehn grenzüberschreitende Arbeitsmarktregionen, die sich auf die Region Genf, den Jurabogen sowie das Tessin konzentrieren.
Bei den Arbeitsmarktregionen muss der Mindestanteil Erwerbstätiger, die in der gleichen Region leben und arbeiten, über 50% liegen. Um den Nutzerinnen und Nutzern eine Feinanalyse zu ermöglichen und eine gewisse Kontinuität mit der früheren Raumgliederung in MS-Regionen sicherzustellen, wurde dieser Mindestanteil auf 57% festgelegt. Die grössten städtischen Regionen (Regionen rund um Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne) wurden zudem unterteilt und die am dichtesten besiedelten Gemeinden (Zürich, Genf und Basel) werden als eigenständige Arbeitsmarktregionen betrachtet.
Ihre Grösse variiert stark je nach Lage (Flachland/Bergregion) und Nähe bzw. Entfernung von den städtischen Ballungszentren. Die grössten Arbeitsmarktregionen weisen mehrere hunderttausend Einwohnerinnen und Einwohner auf (Zürich: 409 241; Aarau-Olten: 336 421; Baden: 282 266), die kleinsten haben eine Bevölkerungszahl im vierstelligen Bereich (Scuol: 6219; Faido: 6228; Zweisimmen-Lenk: 9627). Bei der Fläche lassen sich ebenfalls grosse Unterschiede beobachten. Sie reicht von 16 km2 (Genf) bis 1470 km2 (Region Ilanz/Glion in Graubünden).

16 Arbeitsmarktgrossregionen
Die 101 Arbeitsmarktregionen wurden in 16 Arbeitsmarktgrossregionen unterteilt, was den Nutzerinnen und Nutzern andere Möglichkeiten zur Analyse auf makroregionaler Ebene bietet.
Bei den 16 Arbeitsmarktgrossregionen muss sich der Mindestanteil Erwerbstätiger, die in der gleichen Region leben und arbeiten, auf mehr als 70% belaufen.

Textquellen

Datenquellen

Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo), Atlas der Schweiz (AdS), Bundesamt für Statistik (BFS)

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