Arbeitsstätten im Landverkehr

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Verkehrsgeschichte

Während Jahrhunderten waren Schiffe auf langen Strecken die wichtigsten Transportmittel für Güter und Personen. Im späten 19. Jahrhundert löste die Eisenbahn die Schifffahrt in dieser Funktion ab. Der Eisenbahnbau bildete einen zentralen Faktor für die Entwicklung der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Ebenfalls im 19. Jahrhundert hatte der Fremdenverkehr in der Schweiz seine Anfänge. Als Folge dieser Entwicklung wurden zahlreiche Hotels und Bergbahnen gebaut.

Bereits im 18. Jahrhundert begannen die Kantone mit dem Strassenbau. Ende des Jahrhunderts waren die wichtigsten Städte der Schweiz durch ein Kunststrassennetz für Fuhrwerke und Postkutschen verbunden. 1906 wurde der erste fahrplanmässige Automobil-Postkurs zwischen Bern und Detligen aufgenommen. Seither wurde das Streckennetz in der Schweiz laufend erweitert.

Anfang des 20. Jahrhunderts machte schliesslich die Schweizer Luftfahrt ihre ersten Flüge. 1919 wurden in der Schweiz erstmals private Passagiere mit einem Flugzeug befördert. Der grosse Durchbruch erfolgte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Unternehmen und Beschäftigte

Von den gesamthaft 601’800 Unternehmen, die 2016 in der Schweiz gezählt wurden, waren gut 13’100 Unternehmen oder 2% im Verkehrsbereich tätig. Der überwiegende Teil davon, nämlich 85%, gehörte zum Landverkehr. Bei dieser Sparte hat die Anzahl Unternehmen gegenüber 2005 um 29% zugenommen. Zuwächse verzeichneten auch die Schiff- und Luftfahrt (+28%).

Bei 86% der Unternehmen im Landverkehr handelte es sich 2016 um Mikrounternehmen mit weniger als zehn Angestellten. In der Luftfahrtbranche fanden sich eher grössere Betriebe: Immerhin 13% der entsprechenden Firmen zählten mindestens 50 Mitarbeitende.

Sämtliche Verkehrsunternehmen zusammen beschäftigten 2016 rund 185’700 Personen (160’700 Vollzeitäquivalente), was gegenüber 2005 einer Steigerung um 21% entsprach. 69% der Arbeitskräfte waren der Sparte Landverkehr zuzurechnen, 9% der Schiff- und Luftfahrt.

Die Verkehrsbranche ist männlich dominiert: Bezogen auf die Vollzeitäquivalente machten die Frauen 2016 gerademal 18% der Beschäftigten aus, während ihr Anteil in der gesamten Wirtschaft mit 39% mehr als doppelt so hoch lag. Die einzige Sparte innerhalb des Verkehrs, bei welcher der Frauenanteil jenen in der Gesamtwirtschaft leicht übertraf, war mit 42% die Luftfahrt.

Öffentlicher Verkehr

Im öffentlichen Verkehr für sich allein genommen, waren 2015 im Strassenbereich (Bus und Tram) insgesamt 133 Verkehrsunternehmen konzessioniert. Dazu kamen 178 Luftseilbahn-, 47 Standseilbahn-, 12 Zahnradbahn- und 31 Schifffahrtsunternehmen. Die Anzahl Eisenbahnunternehmen belief sich 2017 auf 66. Davon waren 8 Unternehmen reine Infrastrukturbetreiber, 28 reine Verkehrsbetreiber und die restlichen 30 sogenannte «integrierte» Eisenbahnunternehmen. Im Vergleich zum Jahr 2010 ist die Anzahl ÖV-Unternehmen in den meisten der genannten Sparten fast gleich geblieben. Nennenswerte Veränderungen gab es nur beim öffentlichen Strassenverkehr (+ 14 Unternehmen) und bei der Schifffahrt (+ 8).

Die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs beschäftigten 2015 insgesamt rund 58’500 Personen (Vollzeitäquivalente). Deutlich über die Hälfte von ihnen, nämlich 35’500 respektive 61%, arbeiteten im Eisenbahnverkehr. Relativ viele Beschäftigte zählten auch die Unternehmen des öffentlichen Strassenverkehrs (17’200) und die Seilbahnen (4300). Gesamthaft hat die Anzahl Arbeitskräfte im öffentlichen Verkehr zwischen 2010 und 2015 um 10% zugenommen.

Datenquellen

Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo), Atlas der Schweiz (AdS), Bundesamt für Statistik (BFS)

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