Bauperiode der Mehrfamilienhäuser
Kategorien: Wirtschaft und Energie › Bauen und Wohnen
Die Angabe zur Bauperiode stellt einen zentralen Indikator für den Zustand der Gebäude und der dazugehörenden Wohnungen dar.
Rund die Hälfte (48%) der Schweizer Bevölkerung wohnt in einem Gebäude, das zwischen 1961 und 2000 erstellt wurde, und 35% leben in einem Gebäude mit Baujahr vor 1961. Diese Bauperiode entspricht 42% des Gesamtgebäudebestandes. Der Kanton Basel-Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass drei Viertel (75%) seines Gebäudeparks vor 1961 gebaut wurde. 58% der Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt wohnen in Gebäuden, die zu dieser Kategorie gehören.
17% der Schweizer Bevölkerung wohnen in Gebäuden, die nach 2000 gebaut wurden (Stand 2015). Diese Kategorie stellt 14% aller Gebäude mit Wohnnutzung dar. In den Kantonen Zug (27%), Schwyz (26%) und Freiburg (25%) ist der Anteil der Bevölkerung, die in diesen Gebäuden lebt, besonders hoch. Der Kanton Freiburg verfügt über einen aussergewöhnlich neuen Gebäudepark: 22% der Gebäude stammen aus dem 21. Jahrhundert. Demgegenüber beträgt der Anteil der in dieser Bauperiode erstellten Gebäude im Kanton Basel-Stadt nur gerade 3%, im Kanton Glarus 7% und im Kanton Appenzell Ausserrhoden 8% (vgl. Grafik G7).
Der Unterschied zwischen der durchschnittlichen Pro-Kopf-Wohnfläche in Einfamilienhäusern und jener in Wohnungen von Mehrfamilienhäusern ist in neueren Bauten kleiner als in älteren. In Einfamilienhäusern beträgt die durchschnittliche Wohnfläche 49m2 pro Person in Gebäuden, die in der Bauperiode 2001 bis 2010 erstellt wurden, und 52m2 in den nach 2010 erstellten Gebäuden (1981 bis 1990: 58m2). In Mehrfamilienhäusern liegt sie für die Bauperiode 1981 bis 1990 bei 43m2, für die Bauperiode 1991 bis 2000 bei 44m2, für jene von 2001 bis 2010 bei 47m2 und für jene von 2011 bis 2015 bei 48m2 (vgl. Grafik G9).
Die im Rahmen der Volkszählung durchgeführte Gebäude- und Wohnungserhebung erstreckt sich nicht auf alle Gebäude, sondern nur auf Gebäude, die Räumlichkeiten aufweisen, welche mit einem Wohnzweck verbunden sind und Gebäude, die zum Zeitpunkt der Zählung bewohnt waren.
Textquelle: BFS (2017): Bau- und Wohnungswesen 2015
Textquelle: BFS (2004): Gebäude- und Wohnungserhebung
Textquellen
- FSO (2016): Bundesamt für Statistik
Datenquellen
- Atlas of Switzerland (2010): Basiskarte 1:500.000
- Atlas of Switzerland: Administrative Einheiten 1:500.000 (Gemeinden, Bezirke, Kantone)
- ETH Zurich: Atlas of Switzerland
- FSO (2016): Bundesamt für Statistik
- swisstopo [J160089] (2010): Gemeindegrenzen GG25
- swisstopo [J160089] (2010): Landeskarte 1:500.000
- swisstopo [J160089] (2015): swissBOUNDARIES3D
Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo), Atlas der Schweiz (AdS), Bundesamt für Statistik (BFS)
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