Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen
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Die institutionelle Gesundheitsversorgung unterscheidet zwischen Leistungserbringern im stationären und ambulanten Bereich. Zu Ersteren zählen die stationären Abteilungen in Spitälern, Pflegeheime für Betagte und sogenannte «spezialisierte Institutionen» für Personen mit Behinderungen, mit psychosozialen oder mit Suchtproblemen. Das grösste Angebot stellten dabei 2018 die Pflegeheime mit 99’622 Betten bereit, gefolgt von Spitälern mit 37’956 Betten. Der ambulante Bereich setzt sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Leistungsanbieter zusammen. Dazu gehören insbesondere die nicht stationären Angebote in Spitälern, die ärztlichen oder zahnärztlichen Privatpraxen sowie diverse paramedizinische Angebote.
Spitäler
2018 wurden 281 Unternehmen gezählt, die an 580 Standorten behandelten. Besonders viele Standorte haben die bevölkerungsreichen Kantone Bern, Zürich und Waadt. Von den 102 Spitalunternehmen für allgemeine Pflege dienten 44 der Zentrumsversorgung (Universitätsspitäler und grosse Kantonsspitäler) und 58 der Grundversorgung (Regionalspitäler und andere kleinere Spitäler). Zu den 179 Spezialkliniken der Schweiz gehören 50 psychiatrische Kliniken, 54 Rehabilitationskliniken und 75 sonstige Kliniken. 2018 arbeiteten in Spitälern insgesamt 216'722 Personen im Umfang von 168’372 Vollzeitäquivalenten (VZÄ), 77% davon in Spitälern der allgemeinen Pflege. Das Personal setzt sich aus 14% Ärztinnen und Ärzte, 41% Pflegepersonal, 15% anderen medizinischen Fachpersonen sowie 30% Personen in zentralen Diensten zusammen.
Pflegeheime
Pflegeheime dienen der somatischen Geriatrie von Personen mit altersbedingten physischen Beschwerden oder der Psychogeriatrie von psychisch beeinträchtigten älteren Menschen. Sie bieten Leistungen in den Bereichen Unterkunft, Verpflegung, Pflege und Alltagsgestaltung an. 2018 wurden insgesamt 1’566 Pflegeheime gezählt. Durchschnittlich wurden pro Heim 61 Plätze angeboten, wobei die Spannbreite von knapp zehn Beherbergungsplätzen bis hin zu Grossbetrieben mit mehr als 300 Plätzen und nahezu spitalähnlicher Infrastruktur reichte. 2018 arbeiteten 134’433 Personen in Pflegeheimen, was 96’453 Vollzeitstellen (VZÄ) entspricht. Der Frauenanteil lag bei 80% und der Anteil der Teilzeitarbeitenden ist ebenfalls relativ hoch.
Hilfe und Pflege zu Hause (Spitex)
Zu den Kernaufgaben der Spitex gehören die pflegerischen Leistungen, die hauswirtschaftlichen-sozialbetreuerischen Leistungen sowie der Mahlzeitendienst. Bei den 2018 erfassten 2’168 Dienstleistern handelte es sich zu 27% um öffentlich-rechtliche oder Non-Profit-Organisationen. Selbstständige Pflegefachpersonen machten 51% der Dienstleister aus, die restlichen 22% entfielen auf gewinnorientierte private Unternehmen. Für die Dienstleistungen vor Ort stehen 23’554 Vollzeitstellen zur Verfügung. In den westlichen Landesteilen ist die Versorgungsdichte der Spitex generell höher als in der übrigen Schweiz. Seit 2002 hat die Beschäftigtenzahl der Spitex-Dienste laufend zugenommen.
Arztpraxen und ambulante Zentren
Arztpraxen und ambulante Zentren sind die erste Anlaufstelle für die Bevölkerung in Sachen Gesundheitsversorgung. 2017 leisteten 17’560 Arztpraxen und ambulante Zentren medizinische Leistungen an insgesamt 17’860 Standorten. 2017 waren in den Arztpraxen und ambulanten Zentren 24’424 Ärztinnen und Ärzte tätig (17’774 VZÄ). Der nichtärztliche Personalbestand der Arztpraxen und ambulanten Zentren belief sich auf 58’824 Personen (26'254 VZÄ).
Zahnmedizinische Versorgung
Die zahnmedizinische Versorgung wurde 2018 durch 4’337 Zahnärztinnen und Zahnärzte sichergestellt, was 51 Zahnärztinnen und Zahnärzten pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner entspricht.
Textquellen
- FSO (2019): Gesundheitsstatistik 2019
Datenquellen
- Atlas der Schweiz: Administrative Einheiten 1:1 Mio. (Gemeinden, Bezirke, Kantone)
- Atlas of Switzerland (2010): Basiskarte 1:500.000
- Atlas of Switzerland: Administrative Einheiten 1:500.000 (Gemeinden, Bezirke, Kantone)
- ETH Zurich: Atlas of Switzerland
- FSO (2020): Statistik der Unternehmensstruktur
- swisstopo [J160089] (2010): Gemeindegrenzen GG25
- swisstopo [J160089] (2010): Landeskarte 1:500.000
Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo), Atlas der Schweiz (AdS), Bundesamt für Statistik (BFS), Bundesamt für Kultur (BAK)
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