Bowling-Anlagen nach Anzahl Bahnen

Bowling-Anlagen nach Anzahl Bahnen

Beim Bowlingspiel wird ein mit drei Fingerlöchern versehener Bowlingkugel auf eine Formation von zehn Kegeln (Pins) geworfen. Bowling wird auf einer Holz- oder Kunststoffbahn gespielt, welche bis auf das letzte Drittel mit einem dünnen Ölfilm überzogen ist. Bowlingspieler tragen spezielle Schuhe, welche eine spezielle Gleitsohle aus Teflon oder Leder besitzen. Ein Spiel (Game) hat insgesamt zehn Durchgänge (Frames). In jedem Frame versucht der Spieler mit dem Bowlingkugel alle zehn Pins, welche in einem Dreieck angeordnet sind, umzuwerfen.

Geschichte des Bowlings
Die genaue Entstehung des Bowlings ist nicht ganz klar, der Ursprung des Bowlings liegt wahrscheinlich im europäischen Kegelspiel. Europäer, insbesondere deutsche, englische und holländische Einwanderer, brachten das Kegeln im 19. Jahrhundert mit in die USA. Häufig kegelten die Leute um Geld, welches wegen Wettbetrügereien bald verboten wurde. Aus dem Verbot ging das Bowlingspiel hervor. Da Kegeln mit genau 9 Kegeln untersagt war, fügte man einen weiteren Kegel hinzu, nannte diese Pins und änderte deren Aufstellung. In den Vereinigten Staaten entwickelten sich bis dahin einige Spielvariationen mit unterschiedlichen Regeln und Spielbedingungen. Daher wurde 1865 in Chicago durch eine Fusion von 22 Clubs die National Bowling Association ins Leben gerufen und gleichzeitig die ersten allgemeingültigen Regeln definiert. 1895 folgte die Gründung des American Bowling Congress (ABC). Seither sind die Kegel mit einer Höhe von 38 cm, Kugeln mit dem Maximalgewicht von 7,3 kg und die Bahnen mit der Breite bis 106 cm international genormt. Die Mitgliedschaft in der ABC war für Frauen untersagt, weshalb sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Women’s International Bowling Congress (WIBC) gründeten. Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren so genannte Pinboys für das Aufstellen der Kegel verantwortlich, erst ab 1951 wurden die der Bowlingbahnen automatisiert. Durch amerikanische Soldaten verbreitete sich Bowling nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Europa. In dieser Boomzeit wurde 1952 die weltweite Dachorganisation für Bowling – die Fédération Internationale des Quilleurs (FIQ) – gegründet. Die ersten kommerziellen Bowlingzentren entstanden bereits in den 1960er Jahren. Bis jetzt ist Bowling keine olympische Disziplin, aber die FIQ hält am Versuch fest, den Kegelsport in das Olympische Programm aufzunehmen.

Bowling in der Schweiz
Der schweizerischen Bowler sind im nationalen Verband Swiss Bowling organisiert. Der Verband wurde 1963 noch unter dem Namen Schweizerischer Bowling-Verband gegründet. Heute zählt Swiss Bowling rund 1000 Mitglieder. In der Schweiz stehen 84 Bowlingcenter, davon sind 13 alleine im Kanton Bern zu finden.

Textquellen

Über das Thema

Veröffentlichungsdatum

27. Mai 2016

Letzte Aktualisierung

23. April 2019