Durchschnittliches tägliches Passagieraufkommen an Bahnhöfen

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Eisenbahn in der Schweiz - Historischer Überblick

Am 07. August 1847 wurde zwischen Zürich und Baden die erste Eisenbahnlinie, die in ihrer Gesamtheit auf schweizerischem Boden liegt, für den Personenverkehr eröffnet. Bekannt wurde sie unter dem Namen "Spanisch-Brötli-Bahn". Allerdings verkehrten bereits drei Jahre zuvor erste Züge in der Schweiz, die, betrieben von der französischen Compagnie du chemin de fer de Strasbourg à Bâle, von Strassburg kommend, nach Basel fuhren. In den Anfangsjahren ging der Bau- und Betrieb von Eisenbahnstrecken auf private Initiativen zurück, die in den betroffenen Kantonen nach Erhalt von Konzessionen den Betrieb aufnehmen konnten. Vorgaben des Bundes gab es nur zu den wesentlichsten technischen Fragen.

Da infolgedessen der Konkurrenzkampf zwischen den Privatbahnen weiter zunahm und sich das nationale Netz nicht vereinheitlichen liess, übertrug das eidgenössische Parlament mit dem zweiten Eisenbahngesetz 1872 das Recht der Konzessionserteilung dem Bund, der somit die Kontrolle über Bau, Betrieb und Tarifbestimmungen wiedererlangte. Als Resultat dieser Beschlüsse wurde 1873 die Eisenbahnabteilung des Bundes gegründet, die Vorläuferin des heutigen Bundesamts für Verkehr (BAV). In den Folgejahren wurde der Unmut über die Betreiber der privaten Eisenbahngesellschaften zunehmend lauter, sodass mit Beginn des 20. Jahrhunderts der Bund die schrittweise Übernahme der Privatbahnen einleitete. Mit 01. Januar 1902 wurde sodann die SBB als schweizerische Staatsbahn gegründet. Inzwischen umfasst das schweizerische Eisenbahnnetz über 5'300 Kilometer bei mehr als 1'600 Stationen und Haltestellen, die zum Teil auch wieder von privaten Anbietern betrieben werden.

Der Unterschied zwischen Eisenbahn, Tram und Zahradbahn

In der Schweiz werden Schienen als Fahrweg vor allem von Eisenbahnen, Trams und Zahnradbahnen genutzt. Das Bundesamt für Statistik definiert diese Verkehrsmittel wie folgt:

Eisenbahnen sind schienengebundene Fahrzeuge, auf denen öffentlicher Personen- oder Güterverkehr betrieben wird, mit Ausnahme von Zahnradbahnen, Trams und Standseilbahnen.

Unter Trams hingegen sind schienengebundene Fahrzeuge des öffentlichen Personenverkehrs zu verstehen, auf denen ausschliesslich Agglomerations- und/oder Ortsverkehr betrieben wird.

Zahnradbahnen sind ebenfalls schienengebundene Fahrzeuge auf denen öffentlicher Personen- oder Güterverkehr betrieben wird, allerdings weisen sie mindestens einen streckenbezogenen Zahnradanteil von 50 Prozent auf.

Bahnhöfe in der Schweiz

In der vorliegenden Karte sind Informationen zu ca. 1'200 Bahnhöfen in der Schweiz aufgeführt. Im Fokus dieser Karte liegt das Passagieraufkommen, sprich die Anzahl ein- und aussteigender Personen pro Bahnhof (Umsteigende Personen zählen doppelt). Die Zahlen zum Passagieraufkommen liegen für die Jahre 2018 und 2022 vor. Diese sind aufgespaltet in drei Kategorien:

  1. Durchschnittlicher täglicher Verkehr (Montag bis Sonntag).
  2. Durchschnittlicher werktäglicher Verkehr (Montag bis Freitag).
  3. Durchschnittlicher nicht-werktäglicher Verkehr (Samstage, Sonntage, Feiertage).

Die folgende Abbildung (2) zeigt die fünf grössten Bahnhöfe der Schweiz, nach ihrem täglichen Passagieraufkommen (Mo - So). Mit knapp 350'000 ein- und aussteigenden Personen ist Zürich Hauptbahnhof der grösste Bahnhof innerhalb der Schweiz.

Auf die gesamte Schweiz gesehen gingen im Jahr 2022 täglich durchschnittlich circa 3,5 Millionen Passagierbewegungen vonstatten. In Abbildung 3 zu sehen ist, dass die fünf passagierstärksten Bahnhöfe dabei etwa 20 Prozent des Gesamtpassagieraufkommens ausmachten.

Textquellen

Datenquellen

Dateneigner: opentransportdata.swiss

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Durchschnittliches tägliches Passagieraufkommen an Bahnhöfen


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Hintergrund

Bahnhöfe: Ein- und Aussteigende