Eigentum am Schweizer Wald (LFI)

Eigentum am Schweizer Wald (LFI)

Der Schweizer Wald gehört einer Vielzahl von Eigentümern – rund 246'000 privaten und 3'400 öffentlichen. Bei den privaten unterteilen sich die Eigentümer in Einzeleigentümer und Gesellschaften, die öffentliche Hand unterteilt sich in Bund, Kantone, politische Gemeinden, Bürgergemeinden und Korporationen. Die privaten Eigentümer besitzen zusammen rund 31%, während die restlichen 69% in öffentlichem Besitz sind. Dabei gibt es regional grosse Unterschiede, wie der Grafik «Eigentum am Schweizer Wald» zu entnehmen ist.

Waldeigentum heisst in der Schweiz aber nicht, dass man mit seinem Wald tun kann, was man möchte. Das Gesetz über den Wald ist relativ streng, so dass auch für private Waldbesitzer klare Bewirtschaftungsregeln gelten. Zudem ist der Wald unabhängig der Besitzverhältnisse stets frei zugänglich, solange keine «übermässige» Nutzung stattfindet.

Der Schweizer Wald und das Landesforstinventar (LFI)

Der Schweizer Wald hat eine Fläche von 1,32 Mio. ha und bedeckt somit knapp ein Drittel der Landesfläche. Er erfüllt viele wichtige Funktionen: Er schützt vor Rutschungen, Murgängen, Steinschlag und Lawinen, produziert den erneuerbaren Rohstoff Holz, sorgt für sauberes Trinkwasser, ist Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und bietet uns Menschen Raum für Freizeit und Erholung.

Zur stetigen Überwachung dieses so wichtigen Ökosystems verfügt die Schweiz über das Landesforstinventar (LFI). Das LFI ist eine periodische Erhebung des Bundes in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) über den Zustand und die Entwicklung des Schweizer Waldes und dient als langfristig angelegtes Instrument der Waldbeobachtung. Es erfasst seit bald 40 Jahren laufend den Zustand und die Veränderungen des Waldes. Dadurch können Entwicklungstrends frühzeitig erkannt und analysiert werden. Das LFI widerspiegelt das Waldökosystem mit all seinen Funktionen und Dienstleistungen für die Gesellschaft.

Dabei werden Luft­bilder im 500 m-Netz inter­pre­tiert. Feld­auf­nahmen im Wald sowie Umfragen beim Forst­dienst werden im 1,0 km-Netz (LFI1) bzw. 1,4 km-Netz (LFI2; LFI3) durch­ge­führt. Seit dem vierten Inventar (LFI4) werden die Daten nicht mehr peri­odisch, sondern konti­nu­ier­lich erhoben.

Die Raster-Infor­ma­tionen zu den Baumar­ten­an­teilen basieren auf LFI1-Probe­flä­chen von 5 Aren (500 m²) Grösse und berück­sich­tigen alle Probe­bäume ab 12 cm Durch­messer, gemessen auf 1,3 m Höhe.

In den Karten zum LFI werden zu jedem Probepunkt symbolisch die erhobenen Daten dargestellt. Es ist allerdings wichtig anzumerken, dass lokal erhobene Werte keine Aussage über die umliegende Region machen können; trotzdem lassen sich regionale Unterschiede gut erkennen.

© Brändli et al. (2020): Landesforstinventar Vier: Ergebnisbericht. WSL, Birmensdorf

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Über das Thema

Veröffentlichungsdatum

31. August 2022

Letzte Aktualisierung

31. August 2022