Erdbeben: Stationen
Kategorien: Natur und Umwelt › Geologie und Rohstoffe › Erdbeben
Seismisches Messnetz
Zur Überwachung der Erdbebenaktivität in der Schweiz und in den angrenzenden Gebieten betreibt der SED ein digitales, hochempfindliches Breitband-Messnetz (SDSNet: Swiss Digital Seismic Network). Da die Seismometer eine extrem hohe Empfindlichkeit aufweisen, um auch kleinste Signale gut aufzeichnen zu können, stehen die Instrumente an abgelegenen Orten auf festem Fels. Alle seismischen Signale werden kontinuierlich an das Datenzentrum des SED in Zürich übertragen. Am SED werden die Daten automatisch und bei Bedarf von Hand ausgewertet und archiviert. Die jährlich gespeicherte Datenmenge beläuft sich auf rund 700 GByte.
Neben dem hochempfindlichen SDSNet unterhält der Erdbebendienst ein landesweites Netz von hundert Starkbeben-Messgeräten (SSMNet: Swiss Strong Motion Network). Diese Geräte sind in der Lage, auch bei sehr starken Beben unverzerrte Signale aufzuzeichnen. Ihre Verteilung orientiert sich an den seismisch aktiven Zonen der Schweiz. Sehr gefährdete Regionen, wie das Wallis oder Basel sowie die grösseren Agglomerationen sind dabei von besonderem Interesse. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie und den Betreibern der grossen Wasserkraftwerke sind Starkbeben-Messstationen auch in einigen grossen Staumauern in der Schweiz installiert.
Textquellen
- Swiss Seismological Service (2016): Earthquake Surveillance
Datenquellen
- Swiss National Network (CHNet): Swiss National Network (CHNet)
Dateneigner: Schweizerischer Erdbebendienst (SED)
Veröffentlichungsdatum:
Letzte Aktualisierung: