Geologie: Allgemeiner Aufbau der Gesteine
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Auf der geologischen Karte wird primär unterschieden zwischen kristallinem Grundgebirge (metamorphe Gneisse und Schiefer, Granite) sowie Sedimenten und Lockergesteinen (Flussablagerungen, glaziale Sedimente). Im Kristallin und in den Sedimenten sind die Gesteine zu Verbänden gleicher Gesteinsarten und gleichen Alters zusammengefasst.
Jura-Gebirge
Der Jura hat eine deutliche Bogenform: Sein östliches Ende bilden die Lägern, das südwestliche die Kette des Mt. Gresse bei Chambéry. Das Gebirge wurde nach Nordwesten geschoben, zusammengestaucht und gefaltet. Die höchsten Ketten des Faltenjuras sind am Rand zum Mittelland zu finden. In vielen Fällen sind einzelne Ketten im geologischen Bau als Antiklinalen, bzw. Gewölbe zu erkennen (z.B. Klus von Moutier), während die Täler oftmals Synklinalen bzw. Mulden bilden. In diesen Synklinalen sind die jüngsten Sedimente noch erhalten; sie sind in der geologischen Karte als schmale Streifen zu erkennen.
Im Norden des Schweizer Juras stehen tertiäre Sedimente in der Tiefebene des Rheingrabens nördlich von Basel an, flankiert von den Kristallinaufbrüchen der Vogesen und des Schwarzwaldes. Die Einsenkung und Einfüllung des Rheingrabens und die Heraushebung von Vogesen und Schwarzwald erfolgte vor etwa 30 Mio. Jahren.
Molassebecken
Das Molassebecken umfasst das schweizerische Mittelland und wird vom Bodensee zum Genfersee sukzessive schmaler. Die Sedimente (Nagelfluhen bzw. Konglomerate, Sandsteine und Mergel) sind Ablagerungsschutt (Erosionsschutt) der werdenden Alpen. Im Mittelland liegen die Molasseschichten flach. In Alpennähe dagegen sind sie von der Alpenfaltung erfasst und teils steilgestellt worden (sog. subalpine Molasse).
Alpen
Die Alpen sind als WSW-ENE verlaufender Gürtel erkennbar. Im Süden sind sie begrenzt von der Po-Ebene, im Norden vom mittelländischen Molassebecken. Am Nordrand der Alpen verläuft ein breites Band von Sedimentgesteinen. In den Tessiner Alpen und dem angrenzenden Gebiet nördlich davon dominieren die Kristallingesteine des Grundgebirges. Die höchsten Erhebungen werden durch die erosionsresistenten granitischen Gesteine des Mont-Blanc-Massives, des südlichen Wallis (Dent-Blanche-Gebiet), des Grenzgebietes Wallis-Bern (Aletschhorn bis Finsteraarhorn) und von Südbünden (M. Disgrazia-Bernina) aufgebaut. Die grossen alpinen Längstäler folgen schmalen Sedimentzügen im Kristallin oder dem Grenzbereich zwischen Kristallin und Sedimenten. Grund dafür ist die leichtere Erodierbarkeit der Sedimentgesteine.
Innerhalb der Alpen zeigt die geologische Karte ein kompliziertes Nebeneinander von prämesozoisch kristallinem Grundgebirge (metamorphe Gneisse und magmatische, hauptsächlich granitische Gesteine) und mesozoisch-tertiären Sedimentgesteinen.
Textquellen
- Pfiffner (2004): Schweizer Weltatlas Kommentar
Datenquellen
- swisstopo, Landesgeologie (2010): GeoKarten500, GeoCover
Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo)
Veröffentlichungsdatum:
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