Schweizerische Volkswirtschaft
Die schweizerische Volkswirtschaft ist seit jeher aussenwirtschaftlich stark verflochten: Die Ein- und Ausfuhrwerte pro Kopf sowie die Import- und Exportquote (prozentuale Wertanteile am Bruttoinlandprodukt) gehören weltweit zu den höchsten. Insbesondere der Export bildet für ein kleines Land wie die Schweiz eine wichtige Konjunkturstütze. Die Hauptpartner des grenzüberschreitenden Warenverkehrs sind die Industriestaaten; von ihnen stammen 76,3% aller Einfuhren, 59,9% aller Ausfuhren gelangen dorthin (Stand 2014). Eine besonders wichtige Stellung hat dabei die EU: Auf sie entfallen 66,1% der Importe und 45,0% der Exporte. Wichtigster Handelspartner der Schweiz ist Deutschland, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Italien und Frankreich. Die Handelsbilanz schliesst seit dem Jahr 2002 stets mit einem Überschuss.
Grössenverhältnisse der Unternehmen
2013 wurden in der Schweiz rund 563’000 marktwirtschaftliche Unternehmen gezählt. Mehr als 430’000 davon sind im Dienstleistungssektor (Sektor 3) tätig, der Industriesektor (Sektor 2) umfasst über 90’000 Unternehmen, und im Primärsektor (Sektor 1) sind rund 560’00 Unternehmen aktiv. Über 99% aller Unternehmen in der Schweiz sind KMU (kleine und mittlere Unternehmen), d. h. solche mit weniger als 250 Beschäftigten (in Vollzeitäquivalent-Stellen gerechnet). Etwa 92% dieser Unternehmen sind Mikrounternehmen, also solche mit weniger als 10 Beschäftigten. Die mittlere Unternehmensgrösse liegt bei etwa 8 Beschäftigten.
Auch auf Branchenebene sind die Grössenverhältnisse unterschiedlich. Eine kleinbetriebliche Struktur weist insbesondere der Primärsektor auf: 94% aller Beschäftigten in den Branchen «Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei» sind in Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten tätig.
Anmerkung zur Karte:
Die Branche zeigt an, in welchem Bereich das Unternehmen hauptsächlich tätig ist, jedoch kann die Bestimmung der Branchen nicht in jedem Fall eindeutig erfolgen.
13. November 2017
2. November 2020
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