Grösste Unternehmen der Schweiz
Kategorien: Portrait Schweiz › Wirtschaft und Energie
Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen
2013 wurden in der Schweiz rund 563’000 marktwirtschaftliche Unternehmen gezählt. Mehr als 430’000 davon sind im Dienstleistungssektor (Sektor 3) tätig, der Industriesektor (Sektor 2) umfasst über 90’000 Unternehmen, und im Primärsektor (Sektor 1) sind rund 56’000 Unternehmen aktiv. Über 99% aller Unternehmen in der Schweiz sind KMU (kleine und mittlere Unternehmen), d. h. solche mit weniger als 250 Beschäftigten (in Vollzeitäquivalent-Stellen gerechnet). Etwa 92% dieser Unternehmen sind Mikrounternehmen, also solche mit weniger als 10 Beschäftigten. Die mittlere Unternehmensgrösse liegt bei etwa 8 Beschäftigten.
Banken
Die Schweiz verfügt über einen international führenden, wettbewerbsfähigen und vielfältigen Finanzplatz. Die Banken bilden anteilsmässig den grössten Sektor auf dem Finanzplatz, welcher sehr breit aufgestellt ist: Er besteht aus zahlreichen, meist kleinen oder mittelgrossen inlandorientierten Instituten wie den Regional- und Kantonalbanken sowie den Raiffeisenbanken, einer Reihe von stark exportorientierten Instituten wie den Vermögensverwaltungs-, Privat- und Auslandsbanken sowie den beiden global tätigen Grossbanken UBS und Credit Suisse.
- Die Banken sind eine der wichtigsten Branchen der Schweiz, sie erwirtschaften 6% der Wertschöpfung (2015: 35 Mrd. CHF). Hinzu kommt ein wesentlicher indirekter Beitrag zur generellen Wirtschaftsentwicklung und Wertschöpfung durch elementare Bankleistungen wie die Kreditfinanzierung.
- Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz beträgt jährlich um die 3’000 Mrd. CHF.
- Der Bankensektor bietet in der Schweiz 165’000 Menschen einen sicheren Arbeitsplatz.
- Die Banken finanzieren das Gemeinwesen. Mehr als 8% aller Steuern in der Schweiz stammen aus dem Bankensektor. Das sind rund 11 Milliarden Franken oder halb so viel, wie die Kantone für die Bildung ausgeben.
Versicherungen
Die Versicherungsbranche in der Schweiz machte 2015 über 43% des Finanzsektors aus. Mit einer Wertschöpfung von 26,1 Milliarden Franken bzw. einem Anteil von 4,2% an der Gesamtwirtschaft zählt sie zu den zehn grössten Branchen der Schweiz. Oft wird sie in die drei Kategorien Leben, Schaden und Rück unterteilt.
- Lebensversicherung: Die Lebensversicherung umfasst die Versicherung zum Schutz vor den finanziellen Folgen der Lebensrisiken Alter, Tod und Invalidität bzw. Erwerbsunfähigkeit. Das Angebot umfasst die Einzellebensversicherung und die kollektive Lebensversicherung und wird v. a. für die Altersvorsorge im Rahmen der Dritten Säule genutzt.
- Schadenversicherung: Ein Schadenversicherungsfall liegt vor, wenn eine Vermögenseinbusse Voraussetzung und Kriterium für die Bemessung der Leistungspflicht des Versicherers ist. Zu den Schadenversicherungsunternehmen zählen gemäss Versicherungsvertragsgesetz sowohl Schaden- als auch Krankenversicherer. Deshalb gehören dieser Kategorie viele Branchen an wie z.B. Krankheit, Feuer- und Sachschäden, Unfall, Haftpflicht oder Rechtsschutz.
- Rückversicherung: Rückversicherer sind die Versicherer der Versicherer. Dabei geht es darum, das versicherte Risiko in einem bestimmten Verhältnis auf Erst- und Rückversicherer zu verteilen.
Anmerkung zur Karte
Die Branche zeigt an, in welchem Bereich das Unternehmen hauptsächlich tätig ist, jedoch kann die Bestimmung der Branchen nicht in jedem Fall eindeutig erfolgen.
Textquellen
- VBV, Berufsbildungsverband der Versicherungswirtschaft (2017): Lexikon
- FSO (2016): Panorama. Industrie und Dienstleistungen. Bundesamt für Statistik. Statistische Grundlagen und Übersichten
- FINMA (2015): Versicherungsmarktbericht 2015
- SwissBanking (2016): Bankengruppen
Datenquellen
- Handelszeitung (2016): Top 500. Die grössten Unternehmen der Schweiz. Bisnode Schweiz AG
Dateneigner: Handelszeitung, Atlas der Schweiz (AdS)
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