Die Schweiz gehört weltweit zu den Ländern mit den höchsten Anteilen an ausländischen Personen im Land. Der Grossteil dieser Menschen (ca. 80%) stammt aus europäischen Ländern. Die Einwanderung aus Italien und Deutschland sowie zu einem geringeren Anteil aus Frankreich hat tiefe historische Wurzeln.
Ende des 19. Jahrhunderts führten der Bau und die Verdichtung des Eisenbahnnetzes zu einer ersten Einwanderungswelle. Damals zogen fast nur Menschen aus den Nachbarländern in die Schweiz (Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich).
Auch der Wirtschaftsboom der Nachkriegszeit führte zu einer hohen Nachfrage an Arbeitskräfte. Zwischen 1951 und 1970 wurde eine weitere grosse Einwanderungswelle verzeichnet; diesmal waren es Italiener und Spanier, die oft in der Baubranche Arbeit fanden. Nachdem die Einwanderung in den 1970er- und 80er-Jahren stagnierte, verstärkte sie sich in den letzten 30 Jahren wieder.
In der letzten Zeit wanderten aufgrund des freien Personenverkehrs zehntausende Arbeitskräfte in die Schweiz ein. Die meisten stammten aus den Ländern der Europäischen Union, aber auch die Anzahl der asiatischen, amerikanischen und afrikanischen Einwanderer steigt seit 1995 merklich an.
International betrachtet, ist die Zahl der Einwanderer in die Schweiz aber vernachlässigbar klein. Weltweit hat die Zahl der Migranten 2019 fast die Zahl von 272 Millionen erreicht. Europa weist die grösste Zahl von aufgenommenen Migranten auf (82 Millionen), gefolgt von Nordamerika (59 Millionen). Die Anzahl der internationalen Migranten wächst schneller als die Weltbevölkerung.
Der Grossteil der Migranten verteilt sich auf einige wenige Ländern; 2019 lebten zwei Drittel dieser Menschen in nur gerade 20 Ländern. Die höchste Zahl erreichen dabei die USA mit 51 Millionen Personen. Deutschland und Saudi-Arabien liegen an 2. resp. 3. Stelle mit jeweils rund 13 Millionen, gefolgt von Russland mit 12 Millionen) und dem Vereinigten Königreich mit ca. 10 Millionen. Zum Vergleich beherbergte die Schweiz 2019 etwa 140’000 internationale Migranten.
Frauen machen etwas weniger als die Hälfte der Migranten aus. Der Anteil der Migranten-Frauen war in Amerika und Europa (mit je rund 51% am höchsten, am tiefsten dagegen in Westasien mit nur 35.5 %.
Auch das Profil der Eingewanderten hat sich im Lauf der Jahre verändert. Während früher eher Unqualifizierte einwanderten, ist in der Schweiz heute der Anteil der EU-Bürger mit Universitätsabschluss grösser als jener unter den Schweizerinnen und Schweizern.
19. Februar 2021
16. März 2021
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