Langlauf-Gebiete und Loipen

Langlauf-Gebiete und Loipen

Im hohen Norden nutzten die Menschen Langlaufski von alters her zur alltäglichen Fortbewegung. Der Ursprung des Langlaufs liegt entweder in Norwegen und Schweden oder in der sibirischen Steppe. Erste glaubwürdige Berichte über zwei gebogene Holzlatten, die an den Füssen befestigt wurden und zu kriegerischen Zwecken und Treibjagden genutzt wurden, gehen auf den Beginn des 11. Jahrhunderts zurück.

Die sportliche Version des Langlaufs nimmt hingegen erst ab 1814 Form an, als in der norwegischen Hauptstadt Oslo eine erste wettkampf-ähnliche Veranstaltung stattfand. 1843 sind in Norwegen erste Langlauf-Wettkämpfe als Dauerlauf nachgewiesen. Der erste bedeutende Wettkampf fand 1892 am Holmenkollen in Oslo statt. In Mitteleuropa wurde der Skisport erst nach 1870 durch norwegische Studenten bekannt.

Es gibt im Langlauf zwei verschiedene Stilarten: die Klassisch- und die Skating-Technik (freie Technik). Die Klassisch-Technik ist so alt wie der Langlauf selbst. Bei dieser Technik wird in zwei parallel angelegten Spuren gelaufen. Der Beinabdruck ist wie beim Laufen nach vorne.
Die Skating-Technik entwickelte sich erst seit den 1980er-Jahren und gilt deshalb als der «neue» Langlauf-Stil. Durch seine höhere Geschwindigkeit als beim klassischen Laufen und der Bewegungsdynamik resp. Ästhetik hat der Langlaufsport viele neue Anhänger gefunden. Vorläufer der Skating-Technik war der einseitige Schlittschuhschritt (Siitonen), bei welchem mit einem Bein seitlich abgestossen wird. Bei der Skating-Technik erfolgt der Beinabstoss abwechslungsweise auf beiden Seiten, jeweils seitwärts.

Bis weit ins 20. Jahrhundert wurden Loipen ausschliesslich von Langläufern angelegt. Noch heute gibt es regional bekannte Loipen, die regelmässig in dieser Weise von Freiwilligen erstellt werden.
In Wintersportorten hingegen werden Loipen in aller Regel von einem Pistenfahrzeug maschinell präpariert. Für den klassischen Stil werden Spurrillen in den Schnee gedrückt; für die Skating-Technik wird ein mehrere Meter breiter Schneestreifen plattgewalzt.

Das grösste Langlaufgebiet der Schweiz ist die Destination Engadin-St. Moritz mit 234 km Loipen für die Klassisch-Technik und 242 km für die Skating-Technik. Die tiefst gelegene Loipe befindet sich auf 550 m ü. M. bei Schaffhausen im Gebiet Randen / Eschheimertal. Der höchstgelegene Loipenstart liegt auf 2450 m ü. M. in Saas-Fee.

Textquellen

Über das Thema

Veröffentlichungsdatum

6. März 2018

Letzte Aktualisierung

4. Februar 2022