Museen in der Schweiz

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Museen haben eine faszinierende Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Die ersten bekannten Museen entstanden im antiken Griechenland und in Rom. Eines der frühesten Beispiele ist das Museum von Alexandria, das im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde. Es war ein Zentrum für Wissenschaft und Forschung und beherbergte eine beeindruckende Sammlung von Manuskripten und Kunstwerken.

In der Schweiz sind es vor allem die Schätze von Kirchen- und Klöstern, sowie deren Bibliotheken, die als erste Sammlungen musealen Charakters zu nennen sind. Sie enthielten vor allem Reliquien, Handschriften und klerikale Kunstwerke, aber auch Naturalien. Auch aus den in der Frühen Neuzeit entstandenen Zeughäusern, in denen beispielsweise Waffen und Kriegsbeute aufbewahrt wurden, entwickelten sich später museale Sammlungen. Mit der Renaissance erwachte in Europa das Interesse an Kunst und Wissenschaft, was zur Gründung zahlreicher privater Sammlungen führte. Einige dieser Sammlungen waren sogenannte Kunst- oder Wunderkammern, die mit internationalen Exponaten versuchten, die Welt als künstlerischen Mikrokosmos darzustellen.

Auch in der Schweiz bildeten vor allem Sammlungen von Privatpersonen oder bürgerlichen Vereinen die Basis für erste Museumsgründungen. Nach anfänglichen Ausstellungen in Schulen und öffentlichen Gebäuden wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts vermehrt eigene Räume und Gebäude als Museen eingerichtet bzw. gebaut. Beispiele sind das Museum an der Augustinerstrasse in Basel (1844-1849) oder das Musée Arlaud in Lausanne (1841). Vorschub bei der Gründung von Museen leistete etwa zeitgleich auch der Ausverkauf nationaler Kulturgüter ins Ausland, der ein Interesse an der Präservation historischer Artefakte im Inland weckte. Seinen Höhepunkt erreichte diese Entwicklung mit der Gründung des Schweizerischen Landesmuseums 1898 in Zürich.

Im Zuge der voranschreitenden Industrialisierung und Urbanisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind in der Schweiz vermehrt Museen mit thematischem Fokus auf ländliche Kultur entstanden. Eine Entwicklung, die auch mit der Heimatschutzbewegung und der Romantisierung von Volkskunst, Sitten und Bräuchen einherging.

Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts eröffneten vor allem Museen mit spezifischen Ausstellungsschwerpunkten oder mit Bezug auf einzelne Persönlichkeiten wie etwa das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern (1959) oder das Tell-Museum in Bürglen UR (1966). In den 1990er Jahren erreichte die Zahl der Museumseröffnungen in der Schweiz mit über 200 Neueröffnungen einen Höhepunkt.

Museen spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft, indem sie Wissen bewahren, Bildung fördern und das kulturelle Erbe zugänglich machen. Heute gibt es in der Schweiz über 1000 Museen, die eine unglaubliche Vielfalt an Themen abdecken, von Kunst und Geschichte bis hin zu Wissenschaft und Technologie.

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Dateneigner: Bundesamt für Statistik (BFS), Verband der Museen der Schweiz (VMS)

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