Nationalpärke, UNESCO-Weltnaturerbe, Naturerlebnispärke und Regionale Naturpärke
Kategorien: Landschaft und Raum › Landschaften/Lebensräume › Schutzgebiete
Die Pärke von nationaler Bedeutung zeichnen sich durch schöne Landschaften, eine reiche Biodiversität und hochwertige Kulturgüter aus. Auf dieser Basis sind die Parkgemeinden zusammen mit der Bevölkerung und den Kantonen bestrebt, diese Werte zu erhalten und für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ihrer Regionen weiter zu steigern und nachhaltig zu nutzen. Der Bund fördert die Errichtung und den Betrieb der Schweizer Pärke seit dem 1. Dezember 2007.
Pärke, die sich als Biosphärenreservate auszeichnen, haben zusätzliche Anforderungen der UNESCO zu erfüllen. Die Auszeichnung UNESCO-Weltnaturerbe basiert hingegen auf der Welterbekonvention. Dahinter steckt der Gedanke, dass es auf der Erde Kultur- und Naturgüter von derart aussergewöhnlichem universellen Wert gibt, dass sie eigentlich ein gemeinsames Gut und Erbe der gesamten Menschheit darstellen. Welterbegüter werden vom Welterbekomitee der UNESCO auf Antrag der Länder und nach einem Evaluationsverfahren bezeichnet. Die Region Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch war die erste Weltnaturgut der Schweiz und des gesamten Alpenraumes überhaupt.
Im Schweizerischen Nationalpark, gegründet 1914 im Unterengadin und im Val Müstair, hat die Natur absoluten Vorrang. Nachts und im Winter ist er nicht zugänglich, im Sommer nur auf vorgegebenen Wegen. Der Nationalpark ist seit 1979 zugleich Biosphärenreservat.
Drei Parkkategorien
Der Bund fördert neben dem Schweizerischen Nationalpark drei Kategorien von Pärken von nationaler Bedeutung. Jede Parkkategorie ist auf das Potential der Region, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und die Möglichkeiten einer nachhaltigen Nutzung ausgerichtet.
Nationalpärke weisen eine grössere Kernzone auf, die der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt unberührte Lebensräume bietet und der freien Entwicklung der Natur dient. Eine Umgebungszone puffert störende Einflüssen ab. Diese dient ebenfalls der naturnahen Bewirtschaftung der Kulturlandschaft, der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen, der Erholung, der Umweltbildung sowie der wissenschaftlichen Forschung.
Regionale Naturpärke sind teilweise besiedelte, ländliche Gebiete, die sich durch hohe Natur-, Landschafts- und Kulturwerte auszeichnen. Sie fördern die Qualität von Natur und Landschaft ebenso wie eine nachhaltige Entwicklung der regionalen Wirtschaft.
Naturerlebnispärke sind Gebiete in der Nähe von dicht besiedelten Räumen, die in ihrer Kernzone der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt unberührte Lebensräume bieten. Die Kernzone ist durch eine Übergangszone abgepuffert. Diese eröffnet vielfältige Bildungs-, Erlebnis- und Erholungsmöglichkeiten und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der städtischen Bevölkerung.
Die Karte zeigt für die Schweiz die Parks, die zu den drei Parkkategorien gehören, sowie die UNESCO-Weltnaturerbestätten. Für das Ausland beschränkt sich die Karte auf die Nationalparks (mit den entsprechenden Pufferzonen) im Alpenraum.
Textquellen
- BAFU (2024): Pärke von nationaler Bedeutung
- BAFU (2022): UNESCO-Welterbe
Datenquellen
- ALPARC (2016): ALPARC Alpine Protected Areas data base, 2016 (September)
- ALPARC (2025): Alpine Protected Areas Database
- BAFU (2025): UNESCO-Welterbe Naturstätten
- BAFU (2025): Pärke von nationaler Bedeutung
Dateneigner: Alpine Network of Protected Areas (ALPARC), Netzwerk Schweizer Pärke, Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Veröffentlichungsdatum:
Letzte Aktualisierung: