Raumgliederung nach Bezirken
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Kantone
Der schweizerische Bundesstaat besteht aus 26 gleichberechtigten Gliedstaaten, den Kantonen oder «Ständen», wobei die sechs folgenden als Halbkantone zählen: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Obwalden, Nidwalden, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden.
Bezirke
Die nächst tiefere administrative Einheit nach dem Kanton ist der Bezirk. 2025 verfügten 17 Kantone über eine Verwaltungsstufe zwischen Kanton und Gemeinde. Sie zählen zusammen 135 Bezirke, Amtsbezirke, Ämter oder Landesteile. Fügt man die Kantone hinzu, welche keine weitere administrative Zwischenstufe kennen (Uri, Glarus, Obwalden, Nidwalden, Zug, Basel-Stadt, Appenzell Innerrhoden, Neuchâtel und Genf) erhalten wir 144 Regionen. Anfang 1997 wurde die Unterteilung im Kanton Appenzell Innerrhoden in einen Inneren und Äusseren Landesteil aufgehoben. 2001 wurden im Kanton Graubünden die 14 Bezirke zu elf Bezirken zusammengefasst. 2003 folgte der Kanton St. Gallen mit einer Reduktion von 14 auf acht Bezirke, 2010 der Kanton Bern, wo aus 26 Bezirken zehn Verwaltungskreise gebildet wurden. Per Ende 2017 wurden im Kanton Neuchâtel alle Bezirke aufgehoben.
Gemeinden und MS-Regionen
Die kleinste Verwaltungseinheit ist die Gemeinde. Am 1. Januar 2026 betrug die Anzahl der Schweizer Gemeinden 2113; zu Beginn der neunziger Jahre waren es noch mehr als 3000 gewesen! Diese Gliederungsstufe ist gut geeignet für sehr feingliedrige Raumanalysen. Sie dient als statistische Beobachtungseinheit für die Volkszählung (seit 1850). Für statistische Zwecke werden einzelne Gemeinden zu Agglomerationen zusammengefasst. Als wichtigste mikroregionale Analyseräume der Schweiz gelten heute die 106 MS-Regionen (Mobilité spatiale).
Grossregionen
Im Zuge der europäischen Integration, der wirtschaftlichen Konzentrationsprozesse und der Globalisierung hat die Schweizer Statistik grossregionale Gebiete geschaffen, die für Regionalvergleiche im Lande selbst und in Europa dienen können. Diese Regionalisierung ist mit der europäischen Statistik abgestimmt. In einem mehrjährigen Prozess, der eine Vernehmlassung bei den Kantonsregierungen einschloss, hat sich eine Gliederung des Landes in sieben Grossregionen ergeben. Sie ist seit 1997 für die Schweizer Statistik verbindlich.
Textquellen
- FSO (2003): Statistisches Jahrbuch der Schweiz. Neuchâtel: Verlag Neue Zürcher Zeitung
- FSO (2010): Statistisches Jahrbuch der Schweiz. Neuchâtel: Verlag Neue Zürcher Zeitung
- FSO (2016): Institutionelle Gliederungen der Schweiz
- BFS/OFS/UST/FSO (2016): Taschenstatistik der Schweiz 2016. Neuchâtel: Bundesamt für Statistik. (= Statistische Grundlagen und Übersichten)
Datenquellen
- Atlas of Switzerland: Administrative Einheiten 1:500.000 (Gemeinden, Bezirke, Kantone)
- BFS (2026): Gemeindestand
- FSO (2016): Institutionelle Gliederungen der Schweiz
- FSO (2017): Applikation der Schweizer Gemeinden
- swisstopo (2021): Gemeindegrenzen GG25
- Swisstopo (2026): swissBOUNDARIES3D
- swisstopo [J160089] (2010): Gemeindegrenzen GG25
- swisstopo [J160089] (2010): Landeskarte 1:500.000
Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo), Atlas der Schweiz (AdS), Bundesamt für Statistik (BFS)
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