Schweizer Fahnenträger/-innen an Olympischen Spielen

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Olympische Spiele

Der Ursprung der Olympischen Spiele liegt im Altertum. Nach der traditionellen antiken Zeitrechnung fanden die ersten offiziellen Olympischen Spiele im Jahr 776 v. Chr. statt. Austragungsort war der im heutigen Griechenland liegende heilige Hain von Olympia. Dieser bedeutendste Sportanlass der Antike hat bereits damals alle vier Jahre stattgefunden und war Bestandteil der Panhellenischen Spiele. Die Olympischen Spiele wurden vermutlich bis 393 n. Chr. durchgeführt, als der römische Kaiser Theodosius I., Jahrzehnte nach der Eroberung Griechenlands, sämtliche heidnischen Zeremonien verbot.

Anknüpfend an die antike Tradition wurden 1894, auf massgebliche Initiative von Pierre de Coubertin, die Olympischen Spiele der Neuzeit eingeführt. 1896 fanden diese erstmals in Athen statt und erfreuten sich grosser Beliebtheit. Dies führte dazu, dass der Umfang der Spiele stetig grösser wurde. 1924 konnten in Chamonix die ersten Olympischen Winterspiele durchgeführt werden. Danach fanden alle 4 Jahre die Olympischen Sommer- und Winterspiele statt. Seit 1992 werden sie zeitlich versetzt ausgetragen: Sommer- und Winterspiele wechseln sich im Zweijahresrhythmus ab.

Die über hundertjährige Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit verlief allerdings nicht ohne Zwischenfälle und Kontroversen. Die Sommerspiele 1916 sowie die Sommer- und Winterspiele von 1940 und 1944 entfielen wegen des Ersten beziehungsweise des Zweiten Weltkriegs. Die Reiter-Wettbewerbe der Sommerspiele 1956 von Melbourne fanden wegen strenger australischer Quarantänebestimmungen in Stockholm statt. Die Olympischen Sommerspiele von Tokio 2020 wurden wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben und fanden erst 2021 unter strengen Schutzmassnahmen statt.

Die letzten Olympischen Sommerspiele fanden vom 26. Juli bis zum 11. August 2024 in Paris statt, und die letzten Olympischen Winterspiele fanden vom 6. bis zum 22. Februar 2026 in Milano-Cortina statt.

Eröffnungs- und Abschlussfeier

Die Eröffnungsfeier markiert traditionell den offiziellen Beginn der Spiele und findet vor den meisten Wettkämpfen statt. Die Zeremonien verbinden rituelle Elemente aus der Olympischen Charta (den Regeln und Grundsätzen des Internationalen Olympischen Komitees), wie die Athletenparade und das Hissen der olympischen Flagge, mit kulturellen Darbietungen. Sie präsentieren die internationalen olympischen Ideale und vermitteln zugleich Aspekte der Identität und Kultur des Gastgeberlandes. Ein besonders wichtiger Bestandteil der Eröffnungsfeier ist das Entzünden des olympischen Feuers, das für die gesamte Dauer der Olympischen Spiele brennt.

Bei der Athletenparade laufen die Athletinnen und Athleten hinter der Flagge ihres Landes, die von einer oder mehreren Fahnenträgerinnen oder Fahnenträgern getragen wird. Als Fahnenträger ausgewählt zu werden, ist für jede Sportlerin und jeden Sportler ein ganz besonderer Moment in der Karriere. Für die Schweiz übernahmen diese Rolle zum Beispiel der Langläufer Dario Cologna (Pyeongchang 2018), die Skirennfahrerin Vreni Schneider (Albertville 1992) oder die Läuferin Cornelia Bürki (Seoul 1988). Roger Federer hatte sogar die Ehre, bei zwei Eröffnungsfeiern die Fahne zu tragen: in Athen 2004 und in Peking 2008.

Normalerweise findet die Eröffnungsfeier in einem Stadion statt. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris geschah dies erstmals ausserhalb eines Stadions: Die Athletenparade wurde auf Booten auf der Seine durchgeführt.

Am Schluss der Olympischen Spiele findet die Abschlussfeier statt, die das Ende der Spiele markiert und bei der unter anderem das olympische Feuer gelöscht wird. Auch diese Zeremonie verbindet traditionelle Elemente mit einem künstlerischen Programm. Im Rahmen der Feier gibt es zudem eine Athletenparade, bei der für jedes Land eine oder mehrere Fahnenträgerinnen und Fahnenträger bestimmt werden. Beispiele von Schweizer Fahnenträgerinnen und Fahnenträgern bei den Abschlusszeremonien sind der Mountainbiker Nino Schurter (Rio de Janeiro 2016), die Triathletin Nicola Spirig (London 2012) und die Curlerin Luzia Ebnöther (Salt Lake City 2002).

Medaillenspiegel

Die mit Abstand erfolgreichste Nation in der Geschichte der Olympischen Spiele sind die USA mit insgesamt 3145 Medaillen, gefolgt von der UdSSR (1204) und Deutschland (1117). Bei den Sommerspielen führt ebenfalls die USA mit 2773 Medaillen, während bei den Winterspielen Norwegen mit 447 Medaillen an erster Stelle liegt.

Die Schweiz hat bisher an 30 Sommer- und 25 Winterspielen teilgenommen. Daraus resultierten 123 goldene, 137 silberne und 144 bronzene Medaillen. 213 Medaillen wurden an Sommer- und 191 an Winterspielen gewonnen. Mit den Olympischen Winterspielen von 1928 und 1948 war die Schweiz bisher zweimal Gastgeberland; beide fanden in St. Moritz statt.

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Olympische Spiele: Fahnenträger