Stimmenanteil der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP)
Kategorien: Staat und Politik › Parlamentswahlen › Nationalrat
Die BDP (Bürgerlich-Demokratische Partei) wurde 2008 als Abspaltung des gemässigteren, liberaleren und weniger polarisierenden Teils der SVP (Schweizerische Volkspartei) gegründet und existierte bis Ende 2020. Weil die SVP, ursprünglich bei ihrer Gründung 1971 eine bürgerliche Zentrumspartei, v.a. unter Christoph Blocher in den 1990er Jahren immer mehr nach rechts rückte, sahen sich die gemässigten Vertreter der SVP gezwungen zur Abspaltung und Gründung der BDP per 1.1.2008.
Per 1.1.2021 fusionierte die BDP mit der CVP (Christlichdemokratische Volkspartei). Der neue Name der fusionierten Partei lautet «Die Mitte» und ist im politischen Spektrum zentral angeordnet. Weil die neue Partei sich selbst als liberal-sozial bezeichnet, aber seitens der CVP die Wurzeln aus dem katholisch-konservativen Bereich stammen, stimmt die Partei abwechselnd mit den konservativen oder den liberaleren Kräften im Parlament und stellt daher oft das «Zünglein auf der Waage» dar. Sie wird daher oft als «Königsmacherin» wahrgenommen.
Zuletzt trat die BDP mit ihrem alten Namen 2019 zu den National- und Ständeratswahlen an und erreichte dabei schweizweit einen Wähleranteil von 2.5% bei einem verhältnismässig grossen Verlust von 1.6% Wähleranteil. Zuletzt war die Partei noch mit 3 Mandaten im Nationalrat vertreten. Traditionell war die BDP v.a. in den Kantonen Bern, Graubünden und Glarus mit höheren Wähleranteilen vertreten. Die BDP trat zu den Nationalratswahlen 2011, 2015 und 2019 an, verlor jedoch bei jeder Wahl Wähleranteile. Ihren höchsten Wähleranteil hatte die Partei 2011 mit 5.4%. Mit Evelyne Widmer-Schlumpf und Samuel Schmid war die Partei auch während einigen Jahren im Bundesrat vertreten. Beide Bundesräte waren früher SVP-Mitglieder, haben dann aber in die BDP gewechselt.
Textquellen
- Wikipedia (2023): Bürgerlich-Demokratische Partei
- Wikipedia (2023): Schweizer Parlamentswahlen 2019
- Schweizer Parlament (2023): Parlamentswahlen 2019
Datenquellen
- Atlas of Switzerland (2010): Basiskarte 1:500.000
- Atlas of Switzerland: Administrative Einheiten 1:500.000 (Gemeinden, Bezirke, Kantone)
- FSO (2016): Statistik der Nationalratswahlen (1975–2015)
- FSO (2019): Nationalratswahlen. Offizielle provisorische Ergebnisse
- swisstopo [J160089] (2010): Gemeindegrenzen GG25
- swisstopo [J160089] (2010): Landeskarte 1:500.000
Dateneigner: Bundesamt für Landestopografie (swisstopo), Atlas der Schweiz (AdS), Bundesamt für Statistik (BFS)
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