Verteilung der Hunderassen

Verteilung der Hunderassen

Die Begriffe „Heimtier“ und „Haustier“ sind teils unscharf voneinander abgegrenzt. In der Alltagssprache werden sie in der Regel als Synonyme gebraucht. Im wissenschaftlich präzisen Sprachgebrauch handelt es sich bei Haustieren um Tiere, die vom Menschen zu bestimmten Zwecken (z.B. als Nutztiere) gehalten und domestiziert wurden. Heimtiere hingegen können, müssen aber nicht domestiziert sein. Meist handelt es sich um Säugetiere, aber auch viele Vogel-, Reptilien-, Amphibien- und Fischarten sowie diverse Wirbellose werden als Heimtiere gehalten. Im Fall von Reptilien und Wirbellosen, die zumeist in Terrarien gehalten werden, können auch relativ gefährliche Tiere dazu zählen: Skorpione, Spinnen, Giftschlangen, Riesenschlangen. Nahezu alle Heimtierarten, die nicht zu den Säugetieren gehören (wie z.B. Echsen), sind somit keine Haustier-, sondern Wildtierarten.
Die längste Geschichte als Haustier hat der Hund, dessen Domestikation je nach Quelle zwischen 100’000 und 15’000 Jahren vor unserer Zeit zurückgeht. Katzen sind dagegen erst seit 9500 Jahren als domestiziert bekannt. Die Haustiernutzung von Schwein, Rind und Schaf hat etwa 8000 Jahre v. Chr. in Vorderasien begonnen. Ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. wurden Tauben in Vorderasien und der Maulbeer-Seidenspinner-Falter in China gezüchtet. Die Zucht des Pferdes begann ebenfalls etwa im 4. Jahrtausend v. Chr. in Eurasien. In China werden ab dem 9. Jahrhundert Goldfische zur Zierde gezüchtet. Erst seit dem 19. Jahrhundert werden Wellensittiche gezüchtet. Die Züchtung von Nagetieren und Fliegen zu Versuchszwecken begann im 20. Jahrhundert.

Heimtiere in der Schweiz
In der Schweiz werden – Stand 2020 – in 44% aller Haushalte Tiere gehalten. Das mit Abstand beliebteste Heimtier ist die Katze. Derzeit leben etwa 1'722'000 Katzen in rund 30% der Schweizer Haushalte. Es folgen mit 503'000 Tieren die Hunde, welche in rund 12% der Schweizer Haushalte leben. Auf 100 Einwohner ergibt dies 20 Katzen und 6 Hunde. Des Weiteren werden in der Schweiz 389'000 Kaninchen und Hasen, 260'000 Nagetiere, 302'000 Vögel und 283'000 Reptilien gehalten.

Hunde
Betrachtet man die Hunde in der Schweiz nach Rassen, so werden knapp zweihundert verschiedene Hunderassen erfasst. Der Mischlingshund dominiert die Rassenliste Anfang 2020 mit 134'500 Exemplaren. Mit grossem Abstand folgen der reinrassige Chihuahua (27'600), der Labrador Retriever (23'700), der Yorkshire Terrier (18'600), der Jack Russel Terrier (16'700), sowie mit je ca. 13'000 Tieren die Französische Bulldogge und der Border Collie. Die Liste der offiziell anerkannten Schweizer Hunderassen führt der Berner Sennenhund mit knapp 7500 Tieren schweizweit an. Es folgen der Appenzeller Sennenhund (3900), der Entlebucher Sennenhund (1700), der Grosse Schweizer Sennenhund (1100) und der Berhardiner (1000). Vom Berger Blanc Suisse werden ca. 800 Tiere gehalten, vom Schweizer Laufhund und vom Schweizer Niederlaufhund gibt es in der Schweiz weniger als zweihundert Exemplare.

Textquellen

Über das Thema

Veröffentlichungsdatum

20. November 2020

Letzte Aktualisierung

19. März 2021