Laut Identitas gab es Ende 2020 92’500 Ziegen in der Schweiz, davon sind weniger als 12’000 männlich. Produkte aus Ziegenmilch wurden in den letzten Jahren immer beliebter, und damit die Haltung von Milchziegen attraktiver.
Milchziegen
Als Milchziegen werden diejenigen Rassen bezeichnet, die eine Mindestmenge an Milch von 600kg pro Jahr mit den entsprechenden Fettprozenten erzeugen. Der Durchschnitt der Milchziegen liegt bei rund 750kg Milch im Jahr bzw. rund 3kg Milch pro Tag (bei rund 280 Melktagen im Jahr). Bei Hochleistungsziegen kann der Ertrag gar bis doppelt so hoch ausfallen. Als klassische Milchziegen gelten Saanenziegen, Toggenburger Ziegen, Appenzeller Ziegen, Gemsfarbige Gebirgsziegen, Bündner Strahlenziegen, Weisse Deutsche Edelziegen, Bunte Deutsche Edelziegen, Bunte Holländische Ziegen, Pinzgauer Ziegen, Tauernschecken und Thüringerwald Ziegen.
Fleischziegen
Die Fleischziegen zeichnen sich durch einen besonders guten Fleischansatz und eine hohe tägliche Zunahme der Jungtiere aus. Für die reine Fleischziegenhaltung besonders beliebt sind die aus Südafrika stammenden Burenziegen. Deren tägliche Gewichtszunahme in den ersten Monaten beträgt bis zu 200g. Als besonders für die Fleischziegenhaltung geeignet gelten aber auch Walliser Schwarzhalsziegen, Bündner Strahlenziegen, Rove Ziegen, Kaschmirziegen, Pfauenziegen, Pinzgauer Ziegen und Thüringerwald Ziegen.
Wollziegen
Wollziegen haben besonders feine, wollähnliche Haare. Zu ihnen gerechnet werden die Angora Ziegen und die Kaschmirziegen. Die Angoraziegen werden zur Produktion der Mohairwolle zweimal geschoren. Der Ertrag liegt bei 3–6kg Wolle pro Tier und Jahr. Die Kaschmirziegen werden hingegen nicht geschoren, es wird lediglich das weiche Unterhaar ausgekämmt. Der Ertrag ist mit durchschnittlich 140g pro Tier und Jahr deutlich geringer.
Ziegenrassen für die Landschaftspflege
Ferner werden Ziegen auch für die Landschaftspflege in verbuschtem und unwegsamem Gelände eingesetzt. Kräftige und robuste Rassen gelten für diesen Zweck besonders geeignet. Dazu gezählt werden insbesondere Walliser Schwarzhalsziegen, Bündner Strahlenziegen, Nera Verzasca Ziegen, Burenziegen, Kaschmirziegen und Pinzgauer Ziegen.
Gefährdete Ziegenrassen
Gefährdet sind diejenigen Rassen, von denen weniger als 1000 weibliche Zuchttiere im Herdebuch eingetragen sind oder die Rasse einen erhöhten Inzuchtgrad aufweist. Als gefährdet gelten: Walliser Schwarzhalsziege, Kupferhalsziege, Pfauenziege, Stiefelgeiss, Capra Grigia (Graue Bergziege), Appenzeller Ziege, Bündner Strahlenziege, Nera Verzasca Ziege, Rove Ziege, Harzziege, Thüringer Waldziege, Schwarzwaldziege, sowie Tauernschecken.
Gesellschaft und Kultur, Heimtiere
Wirtschaft und Energie, Landwirtschaft, Nutztiere
Wirtschaft und Energie, Landwirtschaft, Nutztiere
7. April 2021
7. April 2021
Dieses Thema enthält Darstellungen, die der Web-Atlas noch nicht unterstützt. Sie können es im Desktop-Atlas auf Ihrem Computer öffnen.
Noch nicht installiert? Desktop-Atlas herunterladen